 Helene Olafsen (NOR) und Pierre Vaultier (FRA) haben den letzten Snowboard Cross des LG Snowboard FIS Weltcup 2010 für sich entschieden. In La Molina, Spanien, setzte sich die amtierende Weltmeisterin im Finale der Frauen gegen Simona Meiler (SUI), Olympiasiegerin Maelle Ricker (CAN) und die Bulgarin Alexandra Jekova durch.
Bei den Männern sicherte sich Pierre Vaultier auf dem WM-Hang von 2011 seinen fünften Saisonsieg vor dem Australier Alex Pullin, Pat Holland aus den USA und Alberto Schiavon (ITA). Der Franzose hatte zudem – genau wie Maelle Ricker bei den Frauen – schon vor dem Saisonabschluss als Titelträger 2010 festgestanden. Die Kanadierin hat nunmehr allerdings noch Chancen auf die große Kristallkugel. Mit 5.000 Punkten liegt die 31-Jährige nunmehr 200 Punkte vor Nicolien Sauerbreij (NED), die am kommenden Sonntag im letzen Parallel Riesenslalom nachlegen kann. Platz zwölf würde für die PGS-Olympiasiegerin reichen, um nach 2008 erneut im Gesamt Weltcup zu triumphieren.
Deshalb zeigte sich Maelle Ricker zwar zufrieden mit dem heutigen Rennen, nicht aber mit den dadurch gewonnen 600 Punkten. „Ich habe schon gehofft, dass ich ein paar mehr Punkte sammeln kann. Es ist zwar schön auf dem Podium zu stehen, aber jetzt wird es eng. Ich werde am Sonntag auf jeden Fall zuschauen“, so die neue Snowboard Cross Weltcup-Siegerin, die bereits 2008 triumphieren konnte. Allerdings verbaute sich die Fahrerin aus Squamish, B.C., eine bessere Ausgangsposition im Kampf um die große Kugel heute im Finale der Frauen. Vom Start weg hatte „Mighty Mouse“ in Führung gelegen, dann aber im Mittelteil einen entscheidenden Fehler begangen. „Ich habe zu viel Speed verloren. Helene (Olafsen) war dann einfach schneller. Das war halt ein Kurs, auf dem man keine Fehler machen durfte.“ Das Missgeschick wog am Ende doppelt schwer, weil auch noch Simona Meiler an der dreimaligen Olympiateilnehmerin (1998, 2006, 2010) vorbeiziehen konnte.
Dank des geglückten Überholmanövers zeigte sich Helene Olafsen im Zielraum dementsprechend freudestrahlend. Schon im Viertel- und Halbfinale hatten sich die beiden Top-Athletinnen spannende Duelle geliefert; Zeit genug für die Weltmeisterin von Korea 2009, ihre Gegnerin genau zu analysieren. „Ich habe gesehen, dass ich vor dem Sprung im Mittelteil mehr Geschwindigkeit mitnehmen kann und habe das genutzt. Das ist natürlich ein perfekter Saisonabschluss“, erklärte die die 20-Jährige und fügte an, dass „es schon sehr cool ist, nach Olympia und einer langen und ermüdenden Saison noch einmal ganz oben zu stehen.“
Vaultier ebenfalls mit bestmöglichem Saisonausklang
Wie Olafsen bei den Damen freute sich Pierre Vaultier ebenfalls über einen gelungenen Saisonabschluss freuen. Fünf Siege plus einem zweiten und einem 16. Rang standen nach sieben Rennen zu Buche. Eine beeindruckende Bilanz, die dem Franzosen spürbare Erleichterung nach dem enttäuschenden Olympiaauftritt bescherte. „Das ist eine Wiedergutmachung und wahnsinnig wichtig für mein Selbstvertrauen. Es war eine super Saison und ich hoffe, so im nächsten Jahr weitermachen zu können.
Der 22-Jährige ging nach dem zehnten Weltcup-Sieg seiner Karriere mit seiner Kampfansage sogar noch weiter. „Ich will meinen Titel unbedingt verteidigen. Es ist schon mein Ziel, hier bei der WM 2011 gut abzuschneiden und so viele Rennen wie möglich zu gewinnen.“ Hinter dem nunmehr zweimaligen Titelträger (2008 und 2010) reihten sich Alex Pullin und Graham Watanabe (USA) als Zweiter und Dritter ein. Bei den Damen rundeten Helene Olafsen und Dominique Maltais (CAN) das Podium im Weltcup-Ranking ab.
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